Angebot & Voraussetzungen für die Nutzung
Unser Angebot
saferspaces stellt eine digitale Infrastruktur zur Verfügung, um diskriminierungssensible
Räume zu fördern und Menschen in belastenden oder bedrohlichen Situationen eine
schnelle, sichere, anonyme Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Unser Angebot umfasst:
- QR-Code-basierte Meldeoptionen vor Ort
(z. B. auf Plakaten, Aufklebern, Screens) - Standortunabhängige Meldeportale
(z. B. über Venuelinks über Social Media, Websites) - Integrationen in bestehende Systeme
(App-Anbindung in bestehende Apps) - Anonyme Rückmeldemöglichkeiten im Nachgang
- Bereitstellung von Metadaten zur Auswertung und langfristigen Verbesserung der Sicherheitslage
- Systempflege, Weiterentwicklung und technischer Support
Voraussetzungen für die Nutzung
Damit das saferspaces-System seine Wirkung voll ausschöpfen kann, braucht es vor Ort
bestimmte Rahmenbedingungen. Diese sollten bei der Einführung gemeinsam mit den
Veranstaltenden, Sicherheitsdiensten oder Institutionen abgestimmt werden.
Strukturelle Voraussetzungen
- Ein ausgebildetes Awareness-Team, das ansprechbar, präsent und kompetent im Umgang
mit sensiblen Situationen ist - Verfügbarkeit einer geschulten und weisungsbefugten Leitstelle, die auf Meldungen
sensibel reagiert und entsprechend mit Meldenden kommuniziert, die Teams koordiniert
und ggf. andere Gewerke einbezieht - Zugängliche Rückzugsräume, die Schutz und vertrauliche Gespräche ermöglichen
- Klare Handlungsabläufe für das Vorgehen in verschiedenen Situationen sowie eine
gemeinsame Haltung im Umgang mit Diskriminierung, Grenzverletzungen und Übergriffen
Inhalte und Haltung
- Die Nutzung setzt ein bewusstes, strukturell verankertes Bekenntnis zu
Diskriminierungsschutz, Betroffenenorientierung und Verantwortung voraus. - saferspaces sollte nicht als technische Zusatzmaßnahme eingesetzt werden, sondern als
Teil eines umfassenden Schutzkonzepts.
Schnelle Hilfe, wann immer sie gebraucht wird
Gerade auf Großveranstaltungen oder in öffentlichen Einrichtungen braucht es Strukturen,
die schnell, deeskalierend und niedrigschwellig reagieren können.
Das saferspaces-System unterstützt dabei, in Echtzeit Hilfe zu leisten – etwa bei:
- Sexuellen Übergriffen, Belästigung oder Diskriminierung sowie Gewalteskalationen
- Unwohlsein, mangelnder Barrierefreiheit, verlorengegangenen Angehörigen,
Orientierungslosigkeit, Überforderungssituationen oder emotionalen Krisen - Medizinischen Notfällen (in unmittelbarer Einbeziehung von Sanitätsdiensten)
Durch die einfache Meldestruktur, den direkten Kontakt und die integrierte
Teamkoordination schafft saferspaces die Grundlage für schnelle Hilfe – genau dann,
wenn sie gebraucht wird.
Rollenverteilung
saferspaces übernimmt:
- die technische Bereitstellung
- das Materialdesign und die QR-Code-Infrastruktur
- die digitale Systempflege und den Support
- die Integration in bestehende Systeme
Nicht übernommen werden:
- Ausbildung oder Einsatzplanung von Teams
- Bereitstellung oder Betrieb von Rückzugsräumen
- Durchführung von Schulungen oder Krisenintervention
Vermittlung bei Bedarf
Ist kein geeignetes Awareness-Team oder keine koordinierende Stelle vorhanden oder
besteht allgemeiner Beratungsbedarf zum Schutzkonzept, vermittelt saferspaces auf Wunsch
an regionale Fachstellen, die:
- Awareness-Teams ausbilden
- Rückzugsräume oder Schutzkonzepte planen
- Veranstaltende bei der Entwicklung ganzheitlicher Maßnahmen begleiten